Geschichte Frühe Neuzeit – Renaissance und Humanismus
Karteikarten zum Thema „Geschichte“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was bedeutet der Begriff Renaissance wörtlich und historisch? · Welches Menschenbild …
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15 KartenWas bedeutet der Begriff Renaissance wörtlich und historisch?
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Wörtlich „Wiedergeburt“ (franz. renaître); historisch Epoche der Wiederentdeckung antiker Kultur, Kunst und Wissenschaft ab dem 14. Jh. in Italien.
Welches Menschenbild prägt den Humanismus der Renaissance?
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Der Mensch als eigenständiges, bildungsfähiges Individuum (humanitas) steht im Mittelpunkt – nicht mehr ausschließlich theozentrisch, sondern anthropozentrisch ausgerichtet.
Wer gilt als „Vater des Humanismus“ und warum?
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Francesco Petrarca (1304–1374): Er sammelte antike Handschriften, förderte Cicero-Studium und formulierte das Ideal der Verbindung von Beredsamkeit und Weisheit.
Was versteht man unter „civic humanism“ (bürgerlicher Humanismus)?
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Hans Baron's Begriff für florentinischen Humanismus (Bruni, Palmieri): Aktive Teilhabe am Gemeinwesen (vita activa) als höchste Tugend, verbunden mit republikanischer Freiheit.
Welche Rolle spielte der Buchdruck für die Verbreitung humanistischer Ideen?
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Gutenbergs Erfindung (ca. 1450) ermöglichte massenhafte, fehlerarme Vervielfältigung klassischer und humanistischer Texte – Wissen verbreitete sich schneller und billiger.
Wie unterschied sich der nordische Humanismus (Erasmus) vom italienischen?
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Stärker theologisch ausgerichtet (biblischer Humanismus), kritisierte kirchliche Missstände, forderte Reform von innen (Erasmus: „Philosophia Christi“), weniger politisch-republikanisch.
Was war das Bildungsideal des Humanismus (studia humanitatis)?
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Fünf Disziplinen: Grammatik, Rhetorik, Dichtung, Geschichte, Moralphilosophie – Ziel: der „uomo universale“ mit Beredsamkeit, Urteilskraft und Tugend.
Welche Bedeutung hatte die Entdeckung antiker Handschriften (z. B. Poggio Bracciolini)?
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Rückgewinnung verlorener Werke (z. B. Quintilian, Lukrez, Vitruv) lieferte Textgrundlagen für Philologie, Rhetorik, Naturphilosophie und Architekturtheorie.
Wie veränderte sich die Kunst in der Renaissance gegenüber dem Mittelalter?
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Zentralperspektive (Brunelleschi), naturalistische Anatomie, Ölmalerei, Porträt als Gattung, antike Motive, Künstler als geistige Schöpfer (nicht nur Handwerker).
Was besagt der Begriff „Mannerismus“ als Spätphase der Renaissance?
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Stilphase ca. 1520–1600: bewusste Übersteigerung harmonischer Renaissance-Ideale (verlängerte Proportionen, komplizierte Posen, künstliche Eleganz) als Reaktion auf klassische Vollendung.
Welchen Einfluss hatte der Humanismus auf die Reformation?
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Philologische Methoden (ad fontes) ermöglichten Luthers Bibelübersetzung; Erasmus' Novum Testamentum (1516) lieferte griechischen Urtext; humanistische Kritik an Ablass und Kurie bereitete Boden.
Was war die Funktion von Mäzenatentum (z. B. Medici, Papsthof) für die Renaissance?
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Finanzielle Förderung von Künstlern, Gelehrten und Baumaßnahmen; Hofkultur als Legitimation politischer Macht; Wettstreit um Prestige trieb Innovation an.
Wie reagierte die katholische Kirche auf humanistische und reformatorische Strömungen?
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Zunächst Förderung (humanistische Päpste wie Nikolaus V., Pius II.), ab 1545 Konzil von Trient: Gegenreformation, Index verbotener Bücher, Zensur, Jesuitenorden für Bildung und Mission.
Welche wissenschaftlichen Neuerungen kennzeichnen die Renaissance?
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Empirische Naturbeobachtung (Vesalius Anatomie), heliozentrisches Weltbild (Kopernikus), mathematisierung der Natur (Galilei), neue Methodik: Experiment und Mathematik statt reiner Autoritätenglaube.
Was versteht man unter dem Begriff „Uomo universale“ am Beispiel Leonardos da Vinci?
Rückseite
Universalgelehrter: Maler, Bildhauer, Architekt, Ingenieur, Anatom, Naturforscher – verkörpert humanistisches Ideal der Verbindung künstlerischer und wissenschaftlicher Kompetenz.