Geschichte Mittelalter – Investiturstreit
Karteikarten zum Thema „Geschichte“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Was war der Investiturstreit? · In welchem Zeitraum fand der Investiturstreit statt?
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14 KartenWas war der Investiturstreit?
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Ein Machtkampf zwischen Papsttum und Königtum um das Recht, Bischöfe und Äbte mit Ring und Stab (Investitur) in ihr Amt einzusetzen.
In welchem Zeitraum fand der Investiturstreit statt?
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Er erstreckte sich von 1075 (Dictatus Papae) bis 1122 (Wormser Konkordat) und gliederte sich in mehrere Eskalationsphasen.
Wer waren die Hauptakteure zu Beginn des Streits?
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Papst Gregor VII. (Hildebrand) und König Heinrich IV. von Franken standen sich als Gegenspieler gegenüber.
Was bedeutete die Investitur ursprünglich im weltlichen Recht?
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Die feierliche Übertragung eines Lehnguts oder Amtes durch Übergabe von Symbolen (Ring, Stab, Fahne) an den Vasallen.
Was besagte das Dictatus Papae von 1075?
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27 Thesen, die den Papst als obersten Herrn der Kirche, über Konzilien und Kaiser stellten, und ihm das Absetzungsrecht über Bischöfe zusprachen.
Was geschah in Canossa im Januar 1077?
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Heinrich IV. wartete drei Tage barfuß im Schnee vor der Burg Canossa, bis Gregor VII. ihn von der Exkommunikation löste.
Warum begab sich Heinrich IV. nach Canossa?
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Die Exkommunikation hatte seine Herrschaft delegitimiert; deutsche Fürsten drohten mit Wahl eines Gegenkönigs, falls er nicht binnen Jahresfrist Absolution erhalte.
Welche Gegenkönige erhoben sich gegen Heinrich IV.?
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Rudolf von Rheinfelden (1077) und Hermann von Salm (1081) wurden von oppositionellen Fürsten als Gegenkönige gewählt.
Was ist der Unterschied zwischen Investitur und Weihe?
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Investitur: weltliche Amtseinsetzung mit Regalien (Ring, Stab). Weihe: geistliche Salbung und Ordination durch Metropoliten oder Papst.
Was regelte das Wormser Konkordat von 1122?
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Der Kaiser verzichtete auf Ring und Stab; Wahl durch Domkapitel frei, Kaiser schlichtet Streitfälle, Verleihung der Regalien durch Zepter vor (Deutschland) bzw. nach (Italien) der Weihe.
Welche Folgen hatte der Streit für das Papsttum?
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Stärkung der kurialen Zentralgewalt, Durchsetzung des Zölibats, aber auch Abhängigkeit von weltlichen Schutzmächten (Normannen, Staufer).
Welche Folgen hatte der Streit für das deutsche Königtum?
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Schwächung der königlichen Bischofskirchenpolitik, Verlust der Kontrolle über Bistümer, Stärkung der Territorialfürsten als eigentliche Gewinner.
Wie wirkte sich der Streit auf die Bistümer in der Praxis aus?
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Lange Vakanzen (z. B. Mainz 1100–1109), doppelte Besetzungen, wirtschaftliche Ausplünderung der Kirchen durch konkurrierende Bischöfe.
Was besagt die Zweischwerterlehre im Kontext des Investiturstreits?
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Gelasius I.: Zwei Mächte regieren die Welt – geistliche (priesterliche) und weltliche (königliche); geistliche steht über weltlicher, da Priester für Könige Rechenschaft ablegen müssen.