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Wirtschaftswissenschaften BWL Grundlagen – Entscheidungstheorie

15 KartenWirtschaftswissenschaftenatrio02.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Wirtschaftswissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was versteht man unter einer Entscheidungssituation in der Entscheidun…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was versteht man unter einer Entscheidungssituation in der Entscheidungstheorie?

Rückseite

Eine Entscheidungssituation besteht aus Alternativen (Handlungsoptionen), Umweltzuständen (Zuständen der Natur) und einem Ergebnismatrix (Auszahlungen je Alternativ-Zustand-Paar).

STANDARD

Worin unterscheidet sich Entscheidung unter Risiko von Entscheidung unter Unsicherheit?

Rückseite

Bei Risiko sind Wahrscheinlichkeiten für Umweltzustände bekannt (objektiv/subjektiv), bei Unsicherheit (Unwissenheit) fehlen diese Wahrscheinlichkeiten vollständig.

STANDARD

Wie funktioniert das Maximax-Kriterium (Optimistenkriterium)?

Rückseite

Wähle die Alternative mit dem maximal möglichen Gewinn: Max_i (Max_j a_ij). Der Entscheidungsträger orientiert sich am bestmöglichen Ergebnis jeder Alternative.

STANDARD

Wie funktioniert das Maximin-Kriterium (Pessimistenkriterium/Wald-Kriterium)?

Rückseite

Wähle die Alternative, deren schlechtestes Ergebnis noch am besten ist: Max_i (Min_j a_ij). Schützt vor dem schlimmsten Fall, ignoriert aber Chancen.

STANDARD

Was besagt das Laplace-Kriterium (Bayes-Kriterium bei Unwissenheit)?

Rückseite

Alle Umweltzustände werden als gleich wahrscheinlich angenommen (1/n). Gewählt wird die Alternative mit dem höchsten arithmetischen Mittelwert der Auszahlungen.

STANDARD

Wie wird das Hurwicz-Kriterium (Optimismus-Pessimismus-Kriterium) berechnet?

Rückseite

Kombination aus Maximax und Maximin: α · Max_j a_ij + (1-α) · Min_j a_ij, wobei α ∈ [0,1] den Optimismusgrad angibt. α=1 → Maximax, α=0 → Maximin.

STANDARD

Was ist das Minimax-Regret-Kriterium (Savage-Kriterium)?

Rückseite

Minimiert die maximale Reue (Opportunitätskosten): Zuerst Reue-Matrix bilden (Differenz zum besten Ergebnis pro Spalte), dann Alternative mit minimalem Maximal-Regret wählen.

STANDARD

Wie berechnet man den Erwartungswert (Expected Value) einer Alternative unter Risiko?

Rückseite

EW_i = Σ_j (p_j · a_ij), wobei p_j die Wahrscheinlichkeit des Zustands j und a_ij die Auszahlung ist. Wähle Alternative mit maximalem EW.

STANDARD

Was ist der Erwartungswert bei vollkommener Information (EVPI)?

Rückseite

EVPI = EW_mit_Info - EW_ohne_Info = Σ_j (p_j · Max_i a_ij) - Max_i (Σ_j p_j · a_ij). Maximale Zahlungsbereitschaft für perfekte Vorhersage der Umweltzustände.

STANDARD

Wie unterscheidet sich Nutzentheorie (Expected Utility) vom Erwartungswertprinzip?

Rückseite

Nutzentheorie ersetzt Geldwerte durch Nutzenwerte u(x), um Risikoaversion/neigung abzubilden: EU_i = Σ_j p_j · u(a_ij). Konkave u → Risikoscheu, konvexe u → Risikofreude.

STANDARD

Was ist ein Entscheidungsbaum und welche Knotentypen existieren?

Rückseite

Graphische Darstellung sequenzieller Entscheidungen: Entscheidungsquadrate (Wahlknoten), Wahrscheinlichkeitskreise (Zufallsknoten), Endknoten (Auszahlungen). Auswertung durch 'Backward Induction' (Rückwärtsrechnung).

STANDARD

Wie wird ein Entscheidungsbaum rückwärts ausgewertet (Backward Induction)?

Rückseite

Vom Ende zum Anfang: An Zufallsknoten Erwartungswerte bilden, an Entscheidungsknoten Maximum (bzw. Maximum Nutzen) wählen. Pfade abschneiden, die nicht optimal sind.

STANDARD

Was bedeutet Dominanz einer Alternative in der Ergebnismatrix?

Rückseite

Alternative A dominiert B, wenn a_Aj ≥ a_Bj für alle Zustände j und mindestens eine Ungleichung strikt gilt (streng) oder alle schwach gelten (schwach). Dominierte Alternativen können eliminiert werden.

STANDARD

Was ist der Unterschied zwischen objektiven und subjektiven Wahrscheinlichkeiten?

Rückseite

Objektive Wahrscheinlichkeiten basieren auf relativen Häufigkeiten (z. B. Würfel), subjektive auf persönlicher Gradüberzeugung des Entscheiders (bayessche Interpretation). Beide nutzbar für Erwartungswertrechnung.

STANDARD

Wann ist das Maximin-Kriterium besonders sinnvoll anzuwenden?

Rückseite

Bei existenziellen Entscheidungen mit potenziell ruinösen Verlusten (z. B. Unternehmensfortbestand), wenn der Entscheidungsträger extrem risikoscheu ist oder keine Wahrscheinlichkeiten schätzen kann.

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