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Medizin Neurologie Psychiatrie – Bipolare Störung

15 KartenMedizinatrio27.09.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was definiert eine bipolare Störung nach ICD-10? · Worin unterscheidet sich Bipolar-I vo…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was definiert eine bipolare Störung nach ICD-10?

Rückseite

Wiederkehrende affektive Episoden mit mindestens einer manischen, hypomanischen oder gemischten Episode, abwechselnd mit depressiven Phasen.

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Worin unterscheidet sich Bipolar-I von Bipolar-II-Störung?

Rückseite

Bipolar I erfordert mindestens eine vollausgebildete Manie, Bipolar II nur Hypomanie plus schwere Depression ohne Manie.

STANDARD

Welche Kernsymptome kennzeichnen eine manische Episode?

Rückseite

Gehobene oder reizbare Stimmung, Antriebssteigerung, Rededrang, Flug der Ideen, Grösenideen, verminderter Schlafbedarf, riskantes Verhalten – mindestens eine Woche.

STANDARD

Wie unterscheidet sich Hypomanie von der Manie?

Rückseite

Symptome wie bei Manie, aber kürzer (mindestens vier Tage), keine Psychosen, keine schwere Beeinträchtigung, kein stationärer Behandlungsbedarf.

STANDARD

Was versteht man unter einem gemischten affektiven Zustand?

Rückseite

Gleichzeitiges Vorliegen manischer und depressiver Symptome über mindestens zwei Wochen – hohes Suizidrisiko, therapeutisch anspruchsvoll.

STANDARD

Ab wann liegt Rapid Cycling vor?

Rückseite

Mindestens vier affektive Episoden (Manie, Hypomanie, Depression, gemischt) innerhalb von 12 Monaten – bei Frauen häufiger.

STANDARD

Welche diagnostischen Schritte sind bei Verdacht obligat?

Rückseite

Psychopathologischer Befund, ICD-10-Kriterienprüfung, Somatik-Ausschluss (Schilddrüse, Drogen, Neurologie), Fremdanamnese, Suizidrisikoeinschätzung.

STANDARD

Welche Substanzen sind First-Line bei akuter Manie?

Rückseite

Lithium, Valproat, Carbamazepin oder atypische Neuroleptika (Quetiapin, Olanzapin, Risperidon, Aripiprazol) – Monotherapie oder Kombination.

STANDARD

Was ist bei bipolarer Depression medikamentös First-Line?

Rückseite

Quetiapin, Lurasidon oder Lamotrigin; Antidepressiva nur in Kombination mit Stimmungsstabilisierer wegen Phasenwechselrisiko.

STANDARD

Welcher Stimmungsstabilisierer gilt als Goldstandard in der Phasenprophylaxe?

Rückseite

Lithium – beste Evidenz für Rezidivverhütung und Suizidalitätssenkung, erfordert therapeutisches Drug-Monitoring (0,6–0,8 mmol/l).

STANDARD

Wofür ist Lamotrigin in der bipolaren Störung besonders wirksam?

Rückseite

Vorbeugung depressiver Episoden in der Erhaltungstherapie; bei Manieprophylaxe weniger effektiv als Lithium.

STANDARD

Welche Differenzialdiagnosen sind bei maniformem Syndrom auszuschließen?

Rückseite

Schilddrüsenüberfunktion, substanzinduzierte Störungen (Kokain, Amphetamine), Morbus Wilson, Hirntumoren, Multiple Sklerose, Neurosyphilis.

STANDARD

In welcher Phasenkonstellation ist das Suizidrisiko am höchsten?

Rückseite

Bei gemischten Zuständen und depressiven Episoden mit gleichzeitigen Erregungssymptomen (agitierte Depression) – nicht in reiner Manie.

STANDARD

Welche psychiatrischen Komorbiditäten treten häufig auf?

Rückseite

Angststörungen, Substanzkonsumstörungen, ADHS, Borderline-Persönlichkeitsstörung, Essstörungen – verschlechtern Prognose und Therapieadhärenz.

STANDARD

Was ist bei Lithium-Therapie in der Schwangerschaft zu beachten?

Rückseite

Teratogenes Risiko (Ebstein-Anomalie), aber Absetzrisiko hoch – engmaschige Spiegelkontrolle, Folsäure, Ultraschall-Screening, peripartum Dosisanpassung.

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