Rechtswissenschaft Erbrecht – Erbschaft und Ausschlagung
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15 KartenWie viele Ordnungen gibt es in der gesetzlichen Erbfolge nach dem BGB?
Rückseite
Es gibt vier Ordnungen: 1. Ordnung (Abkömmlinge), 2. Ordnung (Eltern und deren Abkömmlinge), 3. Ordnung (Großeltern und deren Abkömmlinge), 4. Ordnung (Urgroßeltern und deren Abkömmlinge).
Welches Erbrecht hat der überlebende Ehegatte neben Verwandten der 1. Ordnung?
Rückseite
Der Ehegatte erbt neben Abkömmlingen ein Viertel des Nachlasses im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft, dazu kommt der pauschale Zugewinnausgleich von einem Viertel.
Welche Formvorschriften gelten für ein eigenhändiges Testament?
Rückseite
Ein eigenhändiges Testament muss vom Erblasser handschriftlich verfasst und unterschrieben sein, Ort und Datum sollen angegeben werden, sind aber nicht zwingend für die Wirksamkeit.
Was versteht man unter dem Pflichtteil im Erbrecht?
Rückseite
Der Pflichtteil ist ein geldwerter Anspruch enterbter naher Angehöriger (Abkömmlinge, Ehegatte, Eltern) in Höhe der Hälfte ihres gesetzlichen Erbteils, der nicht durch Testament entzogen werden kann.
Wie lange beträgt die Ausschlagungsfrist für eine Erbschaft im Inland?
Rückseite
Die Ausschlagungsfrist beträgt sechs Wochen ab dem Zeitpunkt, in dem der Erbe vom Anfall und dem Grund der Berufung Kenntnis erlangt, bei Testamentseröffnung ab der Eröffnung.
An wen und in welcher Form muss die Ausschlagungserklärung abgegeben werden?
Rückseite
Die Ausschlagungserklärung muss gegenüber dem Nachlassgericht protokolliert oder in öffentlich beglaubigter Form erklärt werden, eine einfache schriftliche Erklärung genügt nicht.
Welche Haftung trifft den Erben für Nachlassverbindlichkeiten bei Annahme der Erbschaft?
Rückseite
Der Erbe haftet unbeschränkt mit seinem gesamten Vermögen für Nachlassverbindlichkeiten, es sei denn, er beschränkt die Haftung durch Nachlassverwaltung oder Nachlassinsolvenzverfahren.
Wann wird ein Erbe als erbunwürdig ausgeschlossen?
Rückseite
Erbunwürdig ist, wer den Erblasser vorsätzlich getötet oder versucht hat zu töten, ihn zur Errichtung eines Testaments genötigt oder ein Testament unterdrückt oder gefälscht hat.
Was ist der Unterschied zwischen Enterbung und Erbverzicht?
Rückseite
Enterbung erfolgt einseitig durch Testament des Erblassers, Erbverzicht ist ein notariell beurkundeter Vertrag zwischen Erblasser und Verzichtendem, der oft gegen Abfindung erfolgt.
Was ist ein Vermächtnis und wie unterscheidet es sich vom Erbeinsatz?
Rückseite
Ein Vermächtnis gewährt einem Begünstigten einen schuldrechtlichen Anspruch auf einen bestimmten Gegenstand oder Geldbetrag, ohne ihn zum Erben mit Gesamtrechtsnachfolge zu machen.
Welche Wirkung hat der Erbteilskauf durch einen Miterben?
Rückseite
Der kaufende Miterbe erwirbt den Anteil des verkaufenden Miterben und tritt in dessen Rechtsposition ein, die übrigen Miterben haben ein gesetzliches Vorkaufsrecht nach § 2034 BGB.
Wofür wird ein Erbschein benötigt und wer stellt ihn aus?
Rückseite
Der Erbschein weist das Erbrecht und die Erbquote gegenüber Dritten nach und wird vom Nachlassgericht auf Antrag ausgestellt, er ist für Grundbuchumschreibungen und Banken erforderlich.
Welche Aufgaben hat ein Testamentsvollstrecker?
Rückseite
Der Testamentsvollstrecker verwaltet den Nachlass, erfüllt Vermächtnisse, teilt den Nachlass unter den Erben auf und setzt die letztwilligen Verfügungen des Erblassers durch.
Was regelt das Berliner Testament für Ehegatten?
Rückseite
Ehegatten setzen sich gegenseitig zu Alleinerben ein und bestimmen gemeinsame Abkömmlinge als Schlusserben nach dem Tod des Längstlebenden, wobei der Überlebende oft Verfügungsbeschränkungen unterliegt.
Wann erlischt der Ausschlagungsanspruch bei Unkenntnis vom Erbanfall?
Rückseite
Die Ausschlagungsfrist beginnt nicht vor Kenntnis vom Erbanfall; bei Unkenntnis kann die Erbschaft noch nach Jahren ausgeschlagen werden, sobald der Erbe vom Anfall erfährt.