Geisteswissenschaften Psychologie – Emotionstheorien
Karteikarten zum Thema „Geisteswissenschaften“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Was besagt die James-Lange-Theorie zur Entstehung von Emotionen? · Wie unt…
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14 KartenWas besagt die James-Lange-Theorie zur Entstehung von Emotionen?
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Emotionen entstehen durch die Wahrnehmung körperlicher Veränderungen: Wir weinen nicht, weil wir traurig sind, sondern wir sind traurig, weil wir weinen.
Wie unterscheidet sich die Cannon-Bard-Theorie von James-Lange?
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Cannon-Bard postuliert simultane Auslösung: Der Thalamus sendet Signale parallel an Kortex (Gefühlserleben) und Hypothalamus (körperliche Reaktion) – nicht nacheinander.
Was ist der Kern der Schachter-Singer-Zwei-Faktoren-Theorie?
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Emotion entsteht durch kognitive Interpretation unspezifischer Erregung: Körperliche Arousal plus situative Kognition bestimmen das konkrete Emotionserleben.
Welche Rolle spielt die kognitive Appraisal nach Lazarus?
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Primäre Appraisal bewertet Relevanz für das Wohlbefinden, sekundäre Appraisal prüft Bewältigungsmöglichkeiten – erst dann entsteht die spezifische Emotion.
Welche sechs Basisemotionen definiert Ekman als universell?
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Freude, Trauer, Wut, Angst, Ekel, Überraschung – kulturunabhängig an Gesichtsmimik erkennbar und evolutionär verankert.
Was besagt die Facial-Feedback-Hypothese?
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Gesichtsbewegungen beeinflussen das Emotionserleben: Lächeln verstärkt positive Affekte, Stirnrunzeln negative – Mimik ist nicht nur Ausdruck, sondern Modulator.
Wie erklärt das Komponentenprozessmodell nach Scherer Emotionen?
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Emotionen sind Synchronisation von fünf Komponenten: kognitive Appraisal, physiologische Reaktion, motorische Expression, motivationaler Tendenz, subjektivem Erleben.
Was ist der zentrale Anspruch der Constructed Emotion Theory (Barrett)?
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Emotionen sind keine festen Module, sondern vom Gehirn konstruierte Kategorien: Interozeption, Konzepte und soziale Kontexte formen situativ das Erleben.
Was beschreibt die Somatic Marker Hypothesis nach Damasio?
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Körperliche Signale (somatic markers) markieren Entscheidungsoptionen emotional und leiten rationale Entscheidungen – Emotion als Entscheidungsvoraussetzung.
Wie unterscheidet sich Affekt von Emotion in der psychologischen Terminologie?
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Affekt: kurz, intensiv, unbewusst, physiologisch dominiert. Emotion: länger, kognitiv elaboriert,意向性 (Intentionalität) auf Objekt gerichtet.
Was versteht man unter Emotionsregulation nach Gross?
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Prozesse, die Einfluss nehmen auf welche Emotionen wann und wie erlebt/ausgedrückt werden – differenziert in Antezedenten- (Situationsauswahl, -modifikation, Attention, Appraisal) und Reaktionsfokussierte Strategien.
Welche evolutionäre Funktion schreibt die Funktionalistische Perspektive Emotionen zu?
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Emotionen sind adaptive Programme: Angst mobilisiert Flucht, Wut Angriff, Ekel Vermeidung von Pathogenen – sie koordinieren Physiologie, Kognition und Verhalten für Überlebensziele.
Was besagt die Appraisal-Tendenz-Theorie (Lerner & Keltner)?
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Emotionen tragen spezifische Appraisal-Muster (z. B. Sicherheit/Kontrolle bei Wut, Unsicherheit/Kontrollverlust bei Angst), die nachfolgende Urteile und Entscheidungen systematisch verzerren.
Wie erklärt die Theorie der emotionalen Intelligenz (Mayer/Salovey) den Umgang mit Emotionen?
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Vier Hierarchieebenen: Emotionen wahrnehmen, zum Denken nutzen, verstehen, regulieren – messbar als Fähigkeit, nicht nur Selbstbericht.