Rechtswissenschaft BGB AT – Geschäftsfähigkeit und Handlungsfähigkeit
Karteikarten zum Thema „Rechtswissenschaft“ · 14 Karten · von atrio. Beispiele: Ab welchem Alter ist ein Mensch nach § 2 BGB voll geschäftsfähig? · Wer ist n…
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14 KartenAb welchem Alter ist ein Mensch nach § 2 BGB voll geschäftsfähig?
Rückseite
Mit Vollendung des 18. Lebensjahres ist ein Mensch voll geschäftsfähig (§ 2 BGB i.V.m. § 106 BGB).
Wer ist nach § 105 BGB geschäftsunfähig?
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Kinder unter 7 Jahren sowie Personen, die wegen krankhafter Störung der Geistestätigkeit nicht frei bestimmen können, sind geschäftsunfähig.
Welche Rechtsfolge hat ein Rechtsgeschäft eines Geschäftsunfähigen?
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Das Rechtsgeschäft ist nichtig (§ 105 I BGB), es entfaltet keine Wirkung – auch nicht nach Genehmigung.
In welchem Alter besteht beschränkte Geschäftsfähigkeit nach § 106 BGB?
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Vom 7. bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sind Minderjährige beschränkt geschäftsfähig.
Was verlangt § 107 BGB für Rechtsgeschäfte beschränkt Geschäftsfähiger?
Rückseite
Die Einwilligung des gesetzlichen Vertreters muss vor Vornahme des Geschäfts vorliegen, sonst ist das Geschäft schwebend unwirksam.
Wie wirkt die Genehmigung nach § 108 BGB rückwirkend?
Rückseite
Die Genehmigung des gesetzlichen Vertreters wirkt auf den Zeitpunkt der Vornahme des Geschäfts zurück (§ 108 II BGB).
Was regelt der Taschengeldparagraph § 110 BGB?
Rückseite
Ein beschränkt Geschäftsfähiger kann mit vom Vertreter überlassenen Mitteln (Taschengeld) wirksam Rechtsgeschäfte abschließen, die der Überlassung entsprechen.
Wann ist ein Rechtsgeschäft eines Minderjährigen ohne Einwilligung sofort wirksam?
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Bei rein rechtlich vorteilhaften Geschäften (§ 107 BGB) – der Minderjährige erwirbt nur Rechte, keine Pflichten.
Was besagt § 113 BGB zur Dienstabhängigkeit Minderjähriger?
Rückseite
Ein Minderjähriger, der mit Einwilligung des Vertreters in Dienstverhältnis tritt, ist für diese Geschäfte unbeschränkt geschäftsfähig.
Unterscheide Geschäftsfähigkeit von Deliktsfähigkeit (§ 828 BGB).
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Deliktsfähigkeit beginnt mit 7 Jahren (§ 828 I BGB) und setzt Einsichts- und Steuerungsfähigkeit voraus – unabhängig von Geschäftsfähigkeit.
Ab wann ist eine Person testierfähig nach § 2229 BGB?
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Testierfähigkeit besteht ab 16 Jahren, sofern der Erblasser nicht wegen krankhafter Geistestätigkeit oder Geistesschwäche unfähig ist.
Was passiert, wenn der Vertreter die Einwilligung verweigert?
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Das Rechtsgeschäft bleibt schwebend unwirksam; der Vertragspartner kann nach § 108 II BGB eine Frist zur Genehmigung setzen.
Kann ein Geschäftsunfähiger durch einen Vertreter wirksam handeln?
Rückseite
Ja, der gesetzliche Vertreter (§§ 1629 ff. BGB) handelt im Namen des Geschäftsunfähigen – dieser wird durch Stellvertretung rechtlich gebunden.
Welche Anfechtungsgründe bestehen bei Mangel der Geschäftsfähigkeit?
Rückseite
Bei Geschäftsunfähigkeit: Nichtigkeit (§ 105); bei beschränkter Geschäftsfähigkeit ohne Einwilligung: Anfechtbarkeit wegen Fehlens der Einwilligung (§ 142 BGB analog).