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Physik Festkörperphysik – Halbleiter

15 KartenNaturwissenschaftenatrio11.10.2026Nur mit Link

Karteikarten zum Thema „Naturwissenschaften“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was unterscheidet einen Halbleiter von einem Isolator und einem Leiter? · Wa…

Karten

15 Karten
STANDARD

Was unterscheidet einen Halbleiter von einem Isolator und einem Leiter?

Rückseite

Halbleiter haben eine Bandlücke von ca. 0,5–3 eV – kleiner als Isolatoren (>3 eV), aber groß genug, dass bei Raumtemperatur nur wenige Elektronen thermisch angeregt werden.

STANDARD

Was passiert bei intrinsischer Leitung in einem Halbleiter?

Rückseite

Thermische Anregung hebt Elektronen aus dem Valenzband ins Leitungsband, wodurch freie Elektronen und Löcher als Ladungsträger entstehen – deren Konzentrationen sind gleich (n = p = ni).

STANDARD

Wie verändert n-Dotierung die Ladungsträgerkonzentration?

Rückseite

Donatoratome (z. B. Phosphor im Silicium) geben ein zusätzliches Elektron ab, das nahe dem Leitungsband liegt – das Fermi-Niveau rückt Richtung Leitungsband, Elektronen werden Majoritätsladungsträger.

STANDARD

Wie verändert p-Dotierung die Ladungsträgerkonzentration?

Rückseite

Akzeptoratome (z. B. Bor im Silicium) erzeugen ein Energieniveau nahe dem Valenzband, nehmen Elektronen auf – Löcher werden Majoritätsladungsträger, das Fermi-Niveau rückt Richtung Valenzband.

STANDARD

Was besagt das Massenwirkungsgesetz für Halbleiter?

Rückseite

Das Produkt der Elektronen- und Lochkonzentration ist konstant: n · p = ni² (Temperaturabhängigkeit nur über ni), gilt für dotierte und intrinsische Halbleiter im thermischen Gleichgewicht.

STANDARD

Wie entsteht die Sperrschicht an einem pn-Übergang?

Rückseite

Diffusion von Majoritätsladungsträgern über die Grenzfläche hinterlässt ionisierte Dotieratome – es bildet sich ein raumladungsfreier Bereich mit eingebautem elektrischem Feld, das weitere Diffusion verhindert.

STANDARD

Was passiert an einem pn-Übergang in Vorwärtsrichtung?

Rückseite

Externe Spannung verringert die eingebaute Potentialbarriere, Majoritätsladungsträger diffundieren über den Übergang – es fließt ein exponentiell ansteigender Strom (Diffusionsstrom dominiert).

STANDARD

Was passiert an einem pn-Übergang in Sperrrichtung?

Rückseite

Externe Spannung vergrößert die Sperrschicht und das Potentialgefälle – nur geringer Leckstrom durch Minoritätsladungsträger (Driftstrom), bis Durchbruch bei hoher Feldstärke eintritt.

STANDARD

Welche Strom-Spannungskennlinie beschreibt eine ideale Diode?

Rückseite

Shockley-Gleichung: I = I₀ · (e^(qU/kT) - 1) mit Sättigungsstrom I₀, Elementarladung q, Boltzmann-Konstante k, Temperatur T.

STANDARD

Was ist der Zener-Durchbruch?

Rückseite

Bei stark dotierten pn-Übergängen (< 5 V Durchbruchspannung) tunneln Elektronen durch die schmale Sperrschicht vom Valenz- ins Leitungsband – quantenmechanischer Tunneleffekt.

STANDARD

Was ist der Lawinen-Durchbruch?

Rückseite

Bei schwach dotierten Übergängen (> 5 V) beschleunigt das hohe Feld Minoritätsladungsträger so stark, dass sie durch Stossionisation neue Elektron-Loch-Paare erzeugen – Lawinenvervielfachung.

STANDARD

Wie funktioniert ein bipolartransistor (npn) im Durchlassbetrieb?

Rückseite

Basis-Emitter-Strecke in Vorwärtsrichtung injiziert Elektronen in die Basis; die dünne, schwach dotierte Basis lässt die meisten in den Kollektor diffundieren – Stromverstärkung β = IC/IB.

STANDARD

Was unterscheidet einen MOSFET von einem Bipolartransistor?

Rückseite

MOSFET ist ein spannungsgesteuerter Feldeffekttransistor (Gate isoliert durch Oxid), Bipolartransistor ist stromgesteuert – MOSFET hat hohe Eingangsimpedanz, keine Gate-Ströme.

STANDARD

Wie entsteht der Inversionskanal bei einem n-Kanal-MOSFET?

Rückseite

Positives Gate-Spannung zieht Elektronen an die Si/SiO₂-Grenzfläche, biegt Bänder so stark, dass sich ein leitender n-Kanal zwischen Source und Drain bildet (starke Inversion).

STANDARD

Welche Rolle spielt die effektive Masse in Halbleitern?

Rückseite

Sie beschreibt, wie Ladungsträger auf externe Felder reagieren (m* = ħ² / d²E/dk²) – sie unterscheidet sich von der freien Elektronenmasse durch Kristallgitter-Wechselwirkung und ist tensorwertig.

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