Medizin Pharmakologie – Betablocker
Karteikarten zum Thema „Medizin“ · 15 Karten · von atrio. Beispiele: Was sind Betablocker pharmakologisch? · Welche β-Rezeptor-Untertypen existieren?
Karten
15 KartenWas sind Betablocker pharmakologisch?
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Betablocker sind kompetitive Antagonisten an β-Adrenozeptoren und hemmen die Wirkung endogener Katecholamine wie Adrenalin.
Welche β-Rezeptor-Untertypen existieren?
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Es gibt drei Untertypen: β1-Rezeptoren dominieren im Herzen, β2 in Bronchien und Gefäßen, β3 im Fettgewebe.
Was bedeutet β1-Selektivität bei Betablockern?
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Kardioselektive Betablocker blockieren bei therapeutischen Dosen bevorzugt β1-Rezeptoren im Herzen und schonen β2-Rezeptoren in Bronchien.
Nenne drei nicht-selektive Betablocker.
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Propranolol, Nadolol und Timolol sind nicht-selektiv: Sie blockieren β1- und β2-Rezeptoren gleichermaßen stark.
Nenne drei kardioselektive Betablocker.
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Metoprolol, Bisoprolol und Nebivolol wirken vorwiegend auf kardiale β1-Rezeptoren und sind daher bronchial schonender.
Welcher Betablocker hat zusätzliche NO-vermittelte Vasodilatation?
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Nebivolol aktiviert zusätzlich β3-Rezeptoren, was stickstoffmonoxid-vermittelte Vasodilatation auslöst und die Nachlast senkt.
Welche besondere Wirkung hat Carvedilol?
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Carvedilol blockiert neben β-Rezeptoren auch α1-Rezeptoren, verursacht Vasodilatation und besitzt antioxidative Eigenschaften.
Sind Betablocker Erstlinientherapie bei Hypertonie?
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Leitlinien empfehlen Betablocker bei Hypertonie nicht mehr als Erstlinientherapie, sondern nach ACE-Hemmern, Sartanen, Calciumantagonisten und Diuretika.
Welche Betablocker sind in der Herzinsuffizienz zugelassen?
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In der Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion sind Bisoprolol, Metoprolol succinat, Carvedilol und Nebivolol mortalitätssenkend zugelassen.
Warum wirken Betablocker antianginös bei KHK?
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Sie senken Herzfrequenz, Kontraktilität und Nachlast, wodurch der myokardiale Sauerstoffbedarf sinkt und Angina-Symptome gebessert werden.
Warum sind nicht-selektive Betablocker bei Asthma kontraindiziert?
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Nicht-selektive Betablocker blockieren bronchiale β2-Rezeptoren, lösen Bronchokonstriktion aus und können lebensbedrohliche Asthmaanfälle provozieren.
Bei welchem AV-Block sind Betablocker kontraindiziert?
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Bei AV-Block II. und III. Grades ohne Schrittmacher sind Betablocker kontraindiziert wegen Gefahr schwerer Bradykardien bis Asystolie.
Nenne drei häufige Nebenwirkungen von Betablockern.
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Häufige Nebenwirkungen: Bradykardie, Hypotonie, Fatigue, periphere Durchblutungsstörungen, erektile Dysfunktion und gelegentlich depressive Verstimmungen.
Was droht bei abruptem Absetzen von Betablockern?
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Abruptes Absetzen verursacht Rebound-Phänomen mit Tachykardie, Blutdruckkrise, Angina pectoris oder Infarkt – daher langsam ausschleichen.
Welche Interaktion besteht mit Verapamil oder Diltiazem?
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Kombination mit Verapamil oder Diltiazem verstärkt AV-Blockade und Bradykardie – nur unter engmaschiger EKG-Überwachung vertretbar.